Über die Fähigkeit, Musik aus dem Kopf zu spielen.
Jahrzehntelang stand ich vor dieser verschlossenen Tür. So dicht, wie mir nun bewusst wird, dass ich sie gar nicht erkennen konnte. So nah, dass ich unscharf die Struktur des Materials sehen und die Klänge der Musik hinter dieser verschlossenen Tür dumpf hören konnte. Erstarrt, erschrocken, wie gebannt und hingerissen stand ich da. Ohne Gespür, ohne Bewegung. Angst und Sehnsucht gleichermaßen. Irgendwann vergaß ich diesen Anteil von mir selbst an dieser Tür. Ließ mich selbst dort stehen. Ohne einen Glauben daran, dass diese Tür sich jemals für mich öffnen würde.
Nun, unerwartet und urplötzlich, befand ich mich wieder dort. Nach sehr langer Zeit. Ich konnte die Tür sehen! Ganz! Und sie war einen Spalt breit geöffnet! Ein helles, gelbes Licht drang durch diesen Spalt zu mir. Niemals hätte ich mir erträumt, dass ich durch diese Tür irgendwann würde gehen können.
Noch ist sie nicht ausreichend weit geöffnet, um eintreten zu können. Aber diese angelehnte Tür, durch deren Spalte dieses grelle schöne Licht dringt, erfüllt mich schon mit Glücklichkeit.