Haltlos irren meine inneren Anteile umher.

Auf der Suche nach etwas, das es nicht mehr gibt. - Oder vielmehr: niemals gab?

Wie kann das sein? Wie kann es sein, dass es etwas gab, dass es doch niemals gab? Wie kann es sein, dass wir uns an Illusionen festhalten als existierten sie wahrhaftig?

Und eines Tages wird uns klar: das hier ist der Grund für meine Unruhe. Da war niemals Halt. Niemals habe ich Halt erfahren. Niemals wahrhaftig Halt gelernt. Da waren Hilfskonstrukte. Aus der Not heraus geboren und viel zu früh.

Und nun gilt es diese Haltlosigkeit auszuhalten. Heute, in der vollkommenen Unabhängigkeit tut sich der erste Moment auf, in dem dies möglich ist: die völlige Haltlosigkeit zuzulassen, auszuhalten, um diesen haltgebenden Boden zu suchen, ohne ihn selbst jemals gesehen oder gespürt zu haben.

Woher kann ich wissen, dass da wirklich Boden ist? Das ist jenes Vertrauen, von dem wir alle sprechen. Das Urvertrauen.

Können wir es als Erwachsene neu erlernen?